Bisher war die Toscana der Traum vieler, die sich einen privaten Urlaubs- oder Alterssitz zulegen wollten. Ein romantisches Häuschen in malerischer Landschaft, ein Apartment in einem verschwiegenen kleinen Dorf, ein Palazzo in einer mittelalterlichen Stadt, das scheint vielen Deutschen erstrebenswert. Einfach ein schöner Besitz in einer klimatisch günstigen Lage.
Leider sind die Grundstückspreise in der Toskana, in Umbrien, Ligurien und am Gardasee - den Gegenden, die von Deutschland aus auch relativ schnell und leicht zu erreichen sind - in den letzten Jahren ins Unermeßliche gestiegen.
Eine - bislang weitgehend unbekannte - AIternative ist den Italien-Fans geblieben: Die Marche, „die grüne Schwester der Toscana". „Wir sind ganz Italien in einer Region", sagen die "Marchigiani" von ihrer Heimat. Und viele, die aus verschiedenen Gründen enttäuscht von der Toscana sind, sagen: "Hier ist es genauso, wie man sich die Toscana eigentlich vorstellt".
Aber - um nicht missverstanden zu werden: Die Toscana ist wunderschön - und wer in der Marche lebt, der fährt einfach mal schnell hin, wenn es ihn denn hinzieht. Schließlich ist es die Nachbarprovinz. Doch während es in der Toscana vor allem um die Lebensart geht ("wir haben ein Haus in der Toscana..."), zählt in unserer Region vor allem die Lebensqualität. Und die ist - Umfragen zufolge - in der Region Marche am höchsten von ganz Italien. Speziell die beiden nördlichen Provinzen dieses italienischen Bundeslandes, nämlich PESARO/ URBINO und ANCONA, haben vieles zu bieten, was man in der Toscana sucht: sandige Strände, romantische Buchten, liebliche Hügellandschaft bis hin zu den schroffen Felsen des Apennin. Wer die Ruhe liebt, der kommt zu seinem Recht. Aber auch derjenige, der Unterhaltung und Abwechslung sucht. Die bekannten Seebäder der nördlich angrenzenden „Emilia Romagna" Rimini, Riccione, Cattolica liegen vor der Tür. Gabbice Mare, Fano, Pesaro (mit seiner Riviera), Marotta, Senigallia, Ancona (mit der Steilküste des Monte Conero und den romantischen Buchten) sind Touristen-Zentren mit allem Komfort, den man sonst nur in Mailand, Florenz und Rom vermutet.
Im Gegensatz zur spärlichen touristischen Infrastruktur (nicht einmal die Kellner sprechen deutsch) ist das kulturelle Angebot beachtlich. Städte wie Urbino (Geburtsstadt des Malers Rafael, Universität, Museen, Galerien, Antiquitäten-Märkte, Theater, Konzerte), Pesaro (Geburtstadt Rossinis, Oper, Musik-Akademie, Rossini-Festspiele, Museen, Galerien, Konzerte, Open-Air-Veranstaltungen), die Römerstadt Fano mit ihren Jazz-Konzerten, Sommertheatern, dem Antik-Markt und den historischen Ausstellungen, Macerata mit seinen berühmten Opernaufführungen, um nur wahllos drei herauszugreifen, sind symptomatisch für die ganze Region, wo jedes Dorf seine „Sagra", seine Festspiele oder sein Sommertheater hat und jede Kleinstadt ihr festes Theater- oder Opernhaus.
Die Provinzhauptstadt Pesaro eignet sich ideal für Opern- und Konzertbesuche, für Gourmetabende in erstklassigen Restaurants, für Einkaufsbummel und Baden am sauberen, kilometerlangen Sandstrand. Liebhaber der bildenden Künste werden in der atemberaubend schönen mittelalterlichen Universitätsstadt Urbino auf ihre Kosten kommen. Und wer historisch interessiert ist: Die gesamte Via Flaminia und hier besonders die Furlo-Schlucht (tiefster Cañon Europas) ist eine einzige Ausgrabungsstätte etruskischer und römischer Besiedlung.
Geht man von der Römerstadt Fano (Fanum Fortunae) aus, so ist die Republik San Marino eine halbe Autostunde entfemt, die Industrie-und Handelsmetropole Bologna mit internationalem Flughafen eineinhalb Autostunden, die Hafenstadt und Hauptstadt der Region -Ancona- und ihr Flughafen (täglich zwei Direktflüge von und nach München und Frankfurt) 30 Minuten. Rom erreicht man über die romantische Via Flaminia (teilweise vierspurig ausgebaut) in knapp drei Stunden, Arezzo in eineinhalb Stunden. Ravenna und Perugia - Geheimtips für kulturell Interessierte - in zirka einer Autostunde.
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Wer allerdings einen typischen Altersruhesitz sucht, der muss sich unbedingt intensiv mit der italienischen Sprache befassen, will er nicht vereinsamen. Die Menschen hier sind zwar freundlich und hilfsbereit, und die Tür zum Nachbarn steht jederzeit offen, sie sind aber Ausländern gegenüber wegen fehlender Verständigungsmöglichkeit ein wenig hilflos. Doch das hat nichts mit Ausländer-Feindlichkeit zu tun - im Gegenteil: Die Bewohner der Marche sind ein besonders Iiebenswerter Menschenschlag. Ohne Arg und Falsch Fremden gegenüber, ehrlich und fleissig und auf eine sehr positive Weise „altmodisch" geblieben. In der Marche findet man noch „menschliche Werte", die in hochindustrialisierten Gebieten - auch im übrigen Italien - verlorengegangen sind. Ein Wort gilt, ein Handschlag ist ein Vertrag, und Pünktlichkeit ist Ehrensache.
Die hügelige Natur der lieblichen Landschaft und die Tatsache, daß die Häuser zwar nicht einsam liegen, oft aber weiter verstreut, bedingt Mobilität. Ein Kraftfahrzeug ist unabdingbar.
Gut ist die medizinische Versorgung, sowohl bei der ersten Hilfe als auch stationär. Sogar einige deutsche Ärzte haben sich hier bereits niedergelassen.
Doch abgesehen davon: Grundkenntnise der italienischen Sprache sind absolut notwendig. Wer engen Schulterschluss mit Landsleuten sucht, ist besser am Gardasee oder am Lago Maggiore aufgehoben.
Das Klima ist milder als in der Toscana, das Land ist daher - auch durch die vielen kleinen, fischreichen Flüsse - grüner ("grüne Toscana"), jedoch muss auch hier im Juli und August mit extremer Hitze bis teilweise über 40 Grad gerechnet werden. Die typisch deutsche Frage: "Wo ist hier die Südseite?" müsste ab Mittelitalien umfunktioniert werden in: "Wo gibt es hier Schatten?" Die begehrte Seite ist die Nordseite.
Der Winter beginnt spät - das Laub fällt erst im Dezember- und sommerliche Tage sind sogar im November nicht ungewöhnlich. Nasskalt ist oft der März. Da kann es in den höheren Lagen sogar noch ein paar Schneeflocken geben. Aber richtig klirrend kalt wird es nie. Dafür sorgt die südliche Sonne, die alles in dieses phantastische Licht taucht das so typisch für die Gegend ist.
Das war das Loblied auf "unsere" Marche. Vieles haben wir nicht erwähnt, weil es uns inzwischen selbstverständlich geworden ist. Vieles werden Sie selbst entdecken, wenn Sie uns das erste Mal besuchen. Aber bitte erwarten Sie keine Wunder, wenn Sie hier eine Immobilie erwerben wollen. Geschenkt wird Ihnen auch in diesem wunderschönen Landstrich nichts. Und wir halten nichts von "Schnäppchen" und der Aussicht, eine billig erworbene Ruine billig wieder herzurichten: Solides hat seinen seriösen Preis.
Es gibt hier jedoch noch Objekte zu Preisen, die in Deutschland absolut undenkbar sind. Objekte in traumhaften Lagen, die sehr schnell an Wert gewinnen und mit gutem Gewinn wieder veräußert werden könnten, wenn der Käufer (aus welchen Gründen auch immer) sein Haus wieder verkaufen will oder muss. Sie schaffen sich mit dem Erwerb eines Hauses in der Marche automatisch ein Wertgewinn-Objekt mit Zuwachsraten von derzeit mindestens fünfzehn Prozent pro Jahr, Tendenz steigend. Dennoch: Wer hierherkommen will, um zu spekulieren, sollte es lieber woanders versuchen, zum Beispiel in den Neuen Bundesländem. Wir suchen Menschen die hierher passen, keine Spekulanten.
Angesichts der ständig steigenden Preise haben viele unserer Kunden eine Idee aufgegriffen: Jetzt kaufen, Haus sanieren (Dach, Fenster, Türen) und erst einmal so Iiegen lassen , bis Zeit, Geld und Gelegenheit stimmen, den Endausbau vorzunehmen. Das sichert jetzt Eigentum, das in wenigen Jahren zu diesem Preis nicht mehr zu haben sein wird.
Und dann wollen wir Ihnen noch ein besonderes Phänomen schildern, mit dem wir es bei fast jedem Abschluss mittelbar und unmittlebar zu tun bekommen: Wenn Sie Freunden und Bekannten von Ihrer Absicht erzählen, eine Immobilie in Italien zu erwerben, werden Sie zunächst viele aufmuntemde Worte hören. Aber - und das haben wir nur allzuoft erleben müssen - in dem Augenblick, in dem Sie von einem Besuch bei uns nach Hause kommen mit ganz konkreten Vorstellungen von einem ganz bestimmten Objekt, das Sie ganz sicher kaufen wollen, geschieht Erstaunliches: Die Welt wird voll sein von lauter Warnern und Bedenkenträgern und von solchen, die "es ganz genau wissen" oder "jemanden kennen, der es ganz genau weiß".
Es kommen nicht nur die ewig Vorurteilsbeladenen, für die Italien das Land der Autodiebe, Kidnapper, Handtaschenräuber, Schlitzohren, Schmiergeldnehmer und der Mafia ist. Manche haben zum Beispiel in der Nachbarprovinz Toscana mit ihren teils rigorosen Baubeschränkungen ganz bestimmte Erfahrungen gemacht, die sie nun unbedingt weitergeben wollen. Erfahrungen, die teils echt sind, zum Teil aber auch auf Unerfahrenheit, Missverständnissen, unzureichenden Sprachkenntnissen und dem Zusammenstoß verschiedener Mentalitäten beruhen. Deutsche können sich nun mal nicht an den Gedanken gewöhnen, daß es für alles eine Lösung gibt, und daß in Italien wenig tatsächlich „unmöglich" ist. Jemand, der hierzulande „unmöglich" sagt, will ja bloß dafür gelobt (oder bezahlt) werden, wenn er dank seiner Genialität doch eine Lösung findet... Jedenfalls kann man die Erfahrungen aus anderen Regionen Italiens nur bedingt auf die Marche übertragen: Hier ist eben noch manches möglich, was anderswo, sagen wir mal „schwierig" ist.
Oft entstehen aber auch Vorurteile oder vorgefasste Meinungen durch Hörensagen - manchmal (und leider gar nicht selten) sind auch Neid, Missgunst und schlichte Besserwisserei im Spiel. In diese Kategorie gehören übrigens auch manche Presseartikel, sogar der seriösen Presse. Das ist leicht zu erklären: Wenn einmal etwas in die Archive gerät - auch wenn es falsch, irreführend oder überholt ist-, wird es vom Nächsten ungeprüft übernommen und kolportiert. Eine große süddeutsche Zeitung veröffentlichte - offenbar in gutem Glauben - einen haarsträubenden Artikel über Immobilienkauf in Italien, in dem so gut wie nichts stimmte. Erst als wir die Chefredaktion mit den echten Fakten konfrontierten, entschloss man sich zu einem neuen - diesmal gut recherchierten - Artikel. Der erste war, wie sich herausstellte, von einer freien Mitarbeiterin verfasst worden, die sich als Italienexpertin ausgegeben hatte. In Wahrheit hatte sie lediglich die Archive geplündert.
Einer unserer Kunden und Freunde, ein Architekt aus Nürnberg, sagte gleich am ersten Tag seines ersten Besuches: „Ein Haus in Italien kauft man nicht mit dem Kopf, sondern mit dem Herzen." Sprach's und nahm gleich das zweite Objekt, das wir ihm zeigten. Er hat es noch keine Stunde bereut. Also, lassen Sie sich bitte nicht durch „gute Ratschläge" und "wertvolle Tips" von angeblich Wohlmeinenden oder Gutinformierten verunsichern. Kommen Sie selbst, sehen Sie selbst, erkundigen Sie sich vor Ort bei denen, die wirklich Bescheid wissen. Damit sparen Sie sich manche Frustration und uns fruchtlose Debatten um immer dieselben Themen.
Wer Angst hat
vor dem "Abenteuer Italien", der ist natürlich zuhause in Deutschland
besser aufgehoben. Wernicht bereit ist, mit einem gewissen Grundvertrauen
das Neue auf sich zukommen zu lassen, wer sich von
Ängsten
und Bedenken Anderer anstecken lässt, wer verzagt ist und Allem und
Jedem misstraut, der hat es schwer, sich zu freuen. Ein Schritt in ein
fremdes Land und eine fremde Kultur erfordert allemal ein wenig Mut.
Allzu Verzagte,
Ängstliche und Übervorsichtige werden wir nicht ermutigen, denn
das würde uns zuviel Energie kosten, die wir lieber für diejenigen
reservieren, die wirklich entschlossen, vorurteilsfrei und begeistert sind.
Die Nebenkosten, die zwangsläufig entstehen, können Sie sich in groben Zügen selbst errechnen, wenn Sie folgendes Schema zugrundelegen: